FAQs

Was macht ein ambulanter Pflegedienst alles? Krankenkasse oder Pflegekasse? Wer ist zuständig?

Für Menschen, die sich das erste Mal mit dem Thema „Pflege“ auseinandersetzen, ist das Aufgabengebiet eines Pflegedienstes nicht immer ganz klar. Seine wesentliche Aufgabe ist, die Unterstützung von Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld. Zuständige Ansprechpartner für die Finanzierung sind die Pflege- und Krankenkassen. Dabei haben die Kassen klar gegliederte Zuständigkeitsbereiche.

Das Leistungsangebot der ambulanten Pflegedienste erstreckt sich über verschiedene Bereiche und kann individuell in Anspruch genommen werden. Unter die Palette der Leistungsangebote fällt die sogenannte Grundpflege nach Sozialgesetzbuch (SGB XI), die die drei Hauptbereiche Körperpflege, Ernährung und Mobilität umspannt. Die Übernahme der Kosten erfolgt in der Regel über die Pflegeversicherung und richtet sich nach dem Pflegegrad. Je höher der Pflegegrad, desto mehr Leistungen werden übernommen. Die Leistungen der Grundpflege können jedoch auch von der Krankenkasse finanziert werden, sofern sie unter die häusliche Pflege fällt, also von einem Arzt verordnet wurde.

Die hauswirtschaftliche Versorgung fällt ebenfalls unter die Leistungen des SGB XI, da der Gesetzgeber einer Betreuung zu Hause einer stationären Unterbringung vorzieht. Sie ist als eine fachkundige Betreuung der Kunden in allen Belangen der Hauswirtschaft zu verstehen. Die Betreuung bezieht sich sowohl auf die Haushaltsorganisation als auch auf die Durchführung der täglichen Aufgaben. Diese beinhalten zum Beispiel Einkaufen und andere Erledigungen.

Im Unterschied zur Grundpflege ist die Behandlungspflege nach SGB V ausschließlich Sache der Krankenversicherung, die mit der Verordnung eines Arztes, die Finanzierung in der Regel übernimmt. Sie umfasst medizinische Leistungen, die von medizinisch ausgebildeten Pflegekräften bei einem pflegedürftigen Patienten zu Hause oder in einer stationären Einrichtung durchgeführt werden.

Darunter fallen Tätigkeiten, wie die Wundversorgung, der Verbandswechsel, die Medikamentengabe, die Dekubitusbehandlung oder die Blutdruck- und Blutzuckermessung.

Wie wechselt man einen Pflegedienst?

Da es sich bei der Tätigkeit eines Pflegedienstes um vertrauensvolle Dienste zum Beispiel im Bereich der Körperhygiene oder der Ernährung handelt, gilt der Grundsatz, dass der Pflegebedürftige kurzfristig ohne Angaben von Gründen kündigen kann. Ist im Pflegevertrag auch keine Kündigungsfrist für Pflegedienste vereinbart, hat dieser ebenfalls die Möglichkeit das Vertragsverhältnis kurzfristig zu beenden, allerdings ist dieses Recht eingeschränkt. Der Pflegebedürftige muss im Falle der Kündigung die Möglichkeit haben, einen neuen Pflegedienst zu beauftragen so, dass die Pflege sichergestellt ist. Dennoch hat der Pflegedienst die Möglichkeit sofort zu kündigen, wenn ein schwerwiegender Grund vorliegt. In diesem Fall haben Verbraucher keinen Anspruch auf Schadenersatz. Die reguläre Kündigungszeit für beide Seiten beträgt vier Wochen.

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Wie findet man heraus, ob ein Pflegedienst gut ist?

In erster Linie ist es entscheidend, dass die Chemie zwischen den Personen stimmt. Damit sind die Ansprechpartner im Büro genauso gemeint, wie das Pflegepersonal, das regelmäßig nach Hause kommt. Die Website ist häufig ein guter Einstieg, um einen Eindruck zum Wertekanon des Pflegedienstes zu erhalten. Hier hat der Pflegedienst die Möglichkeit sich in seinem Wertverständis und seinem Leistungsangebot zu präsentieren. Eine klare Positionierung für hohe Qualität in den Dienstleistungen und eine wertschätzende Haltung kann ein gutes Zeichen für die Führung des Dienstes sein, die den internen Takt vorgibt.

Beim ersten persönlichen Kontakt ist es ein positives Signal, wenn der Pflegedienst ein gutes Beratungsangebot durchführt und Angehörige und Kunden über die Inhalte und Vertragsbestandteile aufklärt. Eine gute Beratung ist häufig ein Indikator, für maßgeschneiderte, individuelle Versorgung und die Grundlage für ein Funktionieren der späteren Absprachen.

Vor dem ersten Einsatz erfolgt zusätzlich ein Hausbesuch, indem der Istzustand ermittelt wird. Vertraglich werden alle Aufgaben erfasst, die durch den Pflegedienst ausgeführt werden. Der Pflegedienst sollte zudem bemüht sein, Kosten und Leistungsdarstellungen übersichtlich zu gestalten und Transparenz zu schaffen.

Ein guter Pflegedienst reagiert sofort auf Veränderungen mit Leistungsanpassung. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, sollten bei einem kompetenten Pflegedienst an vorderster Stelle stehen. Im Idealfall haben Angehörige und Patienten einen festen Ansprechpartner und können im Rahmen festgelegter Sprechzeiten, Kontakt aufnehmen.


Was macht eine 24-Stunden Pflege?

Immer mehr Menschen wünschen sich in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben und einen Umzug in eine Senioreinrichtung möglichst lange hinauszuzögern oder sogar ganz darauf zu verzichten.

In so einem Fall ist eine Person, die 24 Stunden im eigenen Heim wohnt, eine gelungene Alternative. Da deutsche Kräfte vielfach nicht finanzierbar sind, kommen häufig osteuropäische Betreuungskräfte in den Einsatz. Überwiegend sind es polnische Landsleute, die die Betreuung übernehmen. Sie übernehmen überwiegend Tätigkeiten im Haushalt, helfen bei der Grundpflege, betreuen den Betroffenen tagsüber und begleiten ihn zum Arzt oder anderen Unternehmungen. Tätigkeiten der medizinischen Behandlungspflege dürfen meistens durch die Betreuungskräfte nicht vorgenommen werden. Dinge, wie Blutdruck messen, Injektionen geben oder Kompressionsstrümpfe anziehen, übernimmt das medizinische Personal eines Pflegedienstes.

Die Kräfte unterliegen dem deutschen Arbeitsschutzgesetz, wonach sie trotz der im Volksmund üblichen Bezeichnung „24-Stunden-Betreuung“ nicht 24 Stunden arbeiten dürfen. Sie arbeiten dennoch bis zu 60 Stunden wöchentlich.


Was macht eine polnische Pflegekraft?

Die Pflege im eignen Zuhause mit deutschen Betreuungskräften zu leisten, ist für viele Menschen nicht finanzierbar, weshalb sie auf günstigere Arbeitskräfte aus Osteuropa zurückgreifen. Daher hat sich der Begriff der polnischen Pflegekraft im Volksmund als feststehender Begriff für eine 24 Stunden-Betreuung entwickelt. In der Art der Tätigkeiten unterscheidet sich die polnische Pflegekraft nicht von denen, einer 24 Stunden-Betreuungskraft.


Was kostet eine 24 Stunden Pflege zu Hause?

Die Höhe der Kosten hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei spielt das sogenannte Entsendemodell eine Rolle. Man unterscheidet, ob man selbst als Arbeitgeber auftreten will, also die Betreuungskraft direkt im Haushalt selbst einstellt, oder als Auftraggeber fungieren möchte. Bei letzterem gibt es die Möglichkeiten, mit einer Betreuungsperson, die selbst gewerbetreibend ist, in Kontakt zu treten oder mit einer Agentur zusammenzuarbeiten, die die passgenaue Vermittlung übernimmt.

Zudem ist die Qualifikation der Pflegekraft ausschlaggebend. Dabei sind zum Beispiel gute Deutschkenntnisse und ein PKW-Führerschein gefragte Fähigkeiten bei pflegebedürftigen Senioren, da sich so das Leben wesentlich angenehmer gestalten lässt. Daher ist es schwierig eine pauschale Kostenhöhe anzugeben. Sie können zwischen 2.300 Euro bis mindestens 5000 Euro variieren.

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